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Werbeartikel - eine Branche ohne Definitionen ist:
Kaum eine Branche tut sich so schwer mit Definitionen wie die Werbeartikel - Wirtschaft. Selbst in Bezug auf ihr schlechtes Image, das sie lange Jahre sogar gegenüber ihrer eigenen Klientel besass, schien man die Vogel-Strauss-Politik zum einzig wahren Instrument erklärt zu haben. So handelten die Werbeartikel - Lieferanten und Agenturen viele Jahre nach dem Prinzip "Unser Image mag so schlecht sein wie es will, Hauptsache wir verkaufen unsere Ware".
Mit zunehmendem Kompetenzzuwachs und Verschwinden des reinen "Waren-Verkäufers" wurde jedoch in der Branche ein neues Bewusstsein und Selbstverständnis im Umgang mit der eigenen Tätigkeit geweckt. Vielerorts wurden Forderungen laut, sich selbst und den Handlungsgegenstand, den Werbeartikel also, zu definieren.
Auch gegenüber der klassichen Werbung, die seit Jahren stetige Höhenflüge erlebt, wurde der Bedarf angemeldet, sich nun endlich zu profilieren und aus dem Schattendasein als "Stiefkind der Werbung" herauszutreten.
Revolutionäres Gedankengut, das jedoch bereits an der ersten Hürde zu scheitern drohte, an der Definition des Begriffs "Werbeartikel". Denn: der Werbeartikel ist kein einheitlicher, in sich homogener "Meinungsgegenstand". Dies hat sein Ursache zum einen darin, dass die Anforderungen an dieses Werbemedium in jedem Unternehmen anders sind. Zum anderen gibt es unendlich viele Produkte, die als Werbeartikel genutzt werden. Beginnend beim Kugelschreiber, über Bademäntel bis hin zum CD-Player... Ein Werbemittelgrosshändler sagte sogar einmal: "Als Werbeartikel geht alles ausser einem Klavier".
Versuche, den Werbeartikel zu definieren, hat es schon viele gegeben, doch lassen alle bisherigen Bemühungen so manche Frage offen. Dies erstaunt nicht, wenn man weiss, dass nahezu alle Definitionen von Brachenoutsidern entwickelt wurden, die in der Regel nur wenig Einblick in den konkreten täglichen Einsatz von Werbeartiklen besitzen.
Der wohl meist zitierte HInweis stammt von Erich Gutenberg, Betriebswissenschaftler: "Ein Werbemittel muss so entworfen und ausgeführt sein, dass es dem Lebenstandard, den Lebensgewohnheiten und dem geistigen Habitus derjenigen entspricht, um die geworben wird."
Dale Carnegie, USA, hat die gleiche Sichtweise, beschreibt den Umgang mit Werbeartiklen jedoch noch bildhafter: "Der Köder an der Angel muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler"!
Diese Anmerkungen können als erste Anhaltspunkte bei der Entwicklung einer Definition verwendet werden. Mehr indes bieten sie nicht, da sie zahlreiche wichtige Aspekte - etwa den Unterschied von Werbeartikeln und Werbegeschenken - völlig ausser acht lassen.





