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Die Geschichte des Werbeartikels beginnt:
Die Werbung mit Geschenken ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. Ob es um die Gunst einer Dame oder um das Wohlwollen wichtiger Entscheidungsträger ging: Mit kleinen Geschenken versuchte man Sympathie für sich oder seine Sache zu gewinnen und sich von den möglichen "Mitbewerbern" abzuheben. Die ersten Geschenke waren Opfergaben unserer Vorfahren an ihre Götter.
Schon im Mittelalter jedoch schenkten Handwerker, die Rüstungen herstellten, ihren Kunden mit Firmennamen gravierte Haken, die diese im Kampf benutzen konnten.
Die Werbung mit Werbeartikeln im heutigen Sinne begann vermutlich im Jahre 1768, als König Georg III. von England an unruhige Siedler in den Neu-England-Staaten sein Bild verteilen liess, das die Inschrift trug "In memory of the good old days". Bei jeder Betrachtung des Bildes sollte mit der Erinnerung an das Heimatland eine positive Grundstimmung für England erzeugt werden. Und bei der Wahl zum neunten Präsidenten der USA im Jahr 1841 wurde für William Henry Harrison mit Ansteckern geworben, die zuvor unentgeltlich verteilt wurden.
Über einen unbekannten amerikanischen Versicherungsagenten, der im Jahr 1845 Wandkalender und J.F. Meek, der im Jahr 1879 Schokoladenschachteln mit Werbeeindruck herstellte, entwickelte sich seitdem in den USA eine ganze Werbeartikel-Industrie, die quantitativ wohl immer noch die grösste der Welt ist. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Markt auf Füllfederhalter und Massbänder ausgeweitet.
In Deutschland spricht man von der "Werbung mit Werbeartikeln" etwa ab dem Jahr 1870.
Doch seit Beginn der Werbeartikel-Werbung bestand neben der Erkenntnis der positiven Wirkungen dieses Werbemediums stets die Skepsis gegenüber den häufig fliessenden Grenzen zur "Korruptionalie".
Scheinbar ein Thema ohne Ende: "Wo hört das Geschenk auf und wo fängt die Bestechung an?". Eine Frage, die die Menschen seit Jahrzenten beschäftigt.
Auch Politiker mussten sich dieses Themas häufiger annehmen, wobei stets eine heftige Diskussion darüber entfachte, ob man diesem "Usus" mit Restriktionen beikommen oder ihn unbeschränkt lassen sollte. Bereits in den 20er Jahren wurde der Werbeartikel scharf kritisiert. Erst in den letzten Jahren konnte sich der Werbeartikel mehr und mehr von seinem Negativ-Image lösen, und selbst Wirtschaftswissenschaflter, die dieses Marketinginstrument lange Jahre konsequent ignoriert hatten, mussten nun seine postiive Effizienz anerkennen.





